Trauer Begleitung – Trauer Wege

Hypnosystemische Trauer- und Beziehungsbegleitung

Der Tod beendet das Leben eines Menschen. Nicht die Liebe.

Trauer entsteht dort, wo Menschen tief miteinander verbunden waren und sind. Der Tod verändert diese Beziehung. Er löscht sie nicht aus.

Der verstorbene Mensch bleibt Teil des eigenen Lebens – in Erinnerungen und inneren Gesprächen, in vertrauten Gesten, im Körper und in der Art, wie ein Mensch weiterlebt.

Trauerbegleitung bedeutet für mich nicht, einen Menschen von seiner Trauer wegzuführen. Sie bedeutet, ein Stück des Weges mitzugehen.

Dasein – Aushalten – Mitgehen

Diese drei Worte beschreiben meine Haltung in der Trauerbegleitung.

Dasein heißt, dem Geschehen Raum zu geben.

Aushalten heißt, Schmerz, Widersprüche und Untröstlichkeit nicht vorschnell verändern zu wollen.

Mitgehen heißt, den Weg nicht vorzugeben.

Trauer verläuft nicht geradlinig. Sie verändert sich mit Erinnerungen und Begegnungen, mit Orten und Jahreszeiten, mit der körperlichen Verfassung und mit dem, was im gegenwärtigen Leben geschieht.

Was an einem Tag trägt, kann sich am nächsten Tag fremd anfühlen. Menschliches Erleben bleibt abhängig vom jeweiligen Augenblick und seinem Kontext.

Der Tod beendet nicht die Beziehung

Aus hypnosystemischer Sicht bleibt die Beziehung zu einem verstorbenen Menschen lebendig. Gespräche mit ihm, innere Bilder, Erinnerungen und körperlich spürbare Nähe sind keine Störung des Trauerprozesses. Sie können Ausdruck einer Beziehung sein, die durch den Tod eine andere Form angenommen hat.

Es geht nicht darum, einen Menschen loszulassen. Es geht darum, der Liebe und der Beziehung einen neuen Platz im eigenen Leben zu geben.

Dieser Platz wird nicht einmal gefunden und bleibt dann unverändert. Er bewegt sich mit dem Leben.

Wenn Trost nicht tröstet

Das lateinische Wort consolatio lässt sich als Mit-Einsamkeit verstehen.

Wer allein mit seinem Schmerz ist, braucht nicht sofort eine Erklärung, einen Ratschlag oder eine Lösung. Es braucht einen Menschen, der mit ihm zusammen einsam sein kann.

Untröstlichkeit braucht keine Korrektur.

Begleitung bedeutet für mich, dem Leid seine Würde zu lassen. Nicht wegzureden, was geschehen ist. Nicht mit freundlichen Worten zu verdecken, wofür noch keine Worte vorhanden sind.

Manches verändert sich gerade dadurch, dass es zunächst sein kann, wie es ist.

Trauer lässt sich nicht bewältigen

Trauer ist keine Aufgabe, die erfolgreich abgeschlossen werden muss. Sie muss weder überwunden noch abgearbeitet werden.

Sie gehört zum Leben. Sie verändert sich, während das Leben um sie herum weiterwächst.

Trauer und Freude schließen sich dabei nicht aus. Die Rückkehr der Freude bedeutet keinen Verrat am verstorbenen Menschen. Sie zeigt, dass die Liebe weiter im Leben wirkt.

Das Wort „bewältigen“ braucht manchmal selbst eine Veränderung:

Be-welt-igen.

Der Verlust wird Teil einer Welt, in der der verstorbene Mensch fehlt und zugleich auf andere Weise verbunden bleibt.

Gedanken zur Trauer weiterlesen

Besondere Begleitung nach dem Suizid eines Kindes

Nach dem Suizid eines Kindes bleiben neben dem Schmerz oft quälende Fragen:

Warum habe ich es nicht gesehen? Hätte ich es verhindern können? Bin ich schuld? Wie soll ich mit diesem Verlust weiterleben?

Wenn Sie Ihr Kind durch Suizid verloren haben, begleite ich Sie mit Ihren Fragen, Ihrer Trauer und auch mit dem, was keine Worte findet.

Am Anfang steht nicht die Antwort darauf, wie es weitergeht. Am Anfang steht der nächste Schritt – und ein Mensch, der ein Stück des Weges mitgeht und mit von unten hält.

Meditation und Trauer

Ein bewusster Atemzug nimmt der Trauer nichts von ihrer Bedeutung. Er verändert nicht sofort die äußere Situation. Er kann jedoch einen Moment schaffen, in dem der Körper wieder Boden spürt.

Meditation führt nicht aus der Trauer heraus. Sie unterstützt, im gegenwärtigen Augenblick mit ihr da zu sein.

Einatmend weiß ich: Ich atme ein.
Ausatmend weiß ich: Ich atme aus.

Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Meditation – nicht nur im Sitzen

Ein erstes Gespräch

Für Fragen oder ein erstes Gespräch erreichen Sie mich telefonisch oder per E-Mail.

Telefon: 09721 4998140
E-Mail: kontakt@supervision-philipps.de

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