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	<title>Supervision · Coaching · Organisationsentwicklung</title>
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	<description>systematische Supervision und Beratung</description>
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	<title>Supervision · Coaching · Organisationsentwicklung</title>
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	<item>
		<title>Wenn das Leben aus dem Leim zu gehen scheint!</title>
		<link>https://supervision-philipps.de/2026/02/25/wenn-das-leben-aus-dem-leim-zu-gehen-scheint/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 10:54:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine hypnosystemische Handreichung für Übergänge und Verluste&#8230; Ein Bild zum Anfang Stellen Sie sich Wanderschuhe vor. Gute, alte Wanderschuhe. Sie haben viel erlebt. Regen. Steine. Umwege. Jetzt gehen die Nähte auf. Nicht alles hält mehr fest. Die Schuhe sehen anders aus. Jedoch: Ich kann noch mit ihnen gehen. Nicht elegant. Doch zuverlässig genug. So ist &#8230; <a href="https://supervision-philipps.de/2026/02/25/wenn-das-leben-aus-dem-leim-zu-gehen-scheint/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wenn das Leben aus dem Leim zu gehen scheint!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3458" src="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/02/Schuhe_leben_klein.jpeg" alt="" width="427" height="640" srcset="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/02/Schuhe_leben_klein.jpeg 427w, https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/02/Schuhe_leben_klein-200x300.jpeg 200w" sizes="(max-width: 427px) 100vw, 427px" /></p>
<p><strong>Eine hypnosystemische Handreichung<br />
für Übergänge und Verluste&#8230;</strong></p>
<p><strong>Ein Bild zum Anfang</strong><br />
Stellen Sie sich Wanderschuhe vor.<br />
Gute, alte Wanderschuhe.<br />
Sie haben viel erlebt.<br />
Regen. Steine. Umwege.</p>
<p>Jetzt gehen die Nähte auf.<br />
Nicht alles hält mehr fest.<br />
Die Schuhe sehen anders aus.</p>
<p>Jedoch:<br />
Ich kann noch mit ihnen gehen.<br />
Nicht elegant.<br />
Doch zuverlässig genug.</p>
<p>So ist es wohl auch mit dem Leben.</p>
<p><strong>Wenn etwas nicht mehr passt</strong><br />
Immer wieder geht etwas auseinander.<br />
Eine Beziehung.<br />
Ein Job.<br />
Ein Plan.<br />
Oder ein Lebensabschnitt.</p>
<p>Das fühlt sich an wie:<br />
„Damit habe ich jetzt nicht gerechnet.“</p>
<p>Und dann stellen sich mahnende, innere Stimmen ein,<br />
die sich auf der Schulter wie „Aufhocker“ festsetzen..<br />
wie ein innerer Reparaturdienst&#8230; den ich nicht bestellt habe:</p>
<p>„Reiß dich zusammen!“<br />
„Das muss wieder wie früher werden!“</p>
<p><strong>Aus hypnosystemischer Sicht sage ich dazu:</strong><br />
Alles Verhalten macht Sinn.<br />
Auch das Festhalten.<br />
Auch das Jammern.<br />
Auch das Nicht-weiter-wissen.</p>
<p>Denn jede innere Wahrnehmung will gehört werden.<br />
Manche können nur laut rufen.<br />
Andere schweigen beleidigt.</p>
<p><strong>Übergänge sind keine Defekte</strong><br />
Ein Übergang ist kein Fehler.<br />
Er ist eher wie ein Bahnsteig.<br />
Ich stehe da.<br />
Der alte Zug ist weg.<br />
Der neue kommt noch.</p>
<p>Das <strong>Problemerleben</strong> ist:<br />
Niemand hat uns beigebracht,<br />
wie man gut wartet.</p>
<p>„Ich steh hier nicht rum.<br />
Ich übe Zukunft.“<br />
&#8230;könnte ich humorvoll anmerken..</p>
<p>Und genau darum geht es.</p>
<p><strong>Orientierung, wenn der Boden wackelt</strong><br />
Hypnosystemisch bedeutet hier:<br />
Wir schauen nicht nur auf das Problem-erleben.<br />
Wir schauen auf Beziehungen.<br />
Auf innere Stimmen.<br />
Auf Möglichkeiten.</p>
<p>Eine einfache Frage kann helfen:</p>
<p><strong>„Was hält noch?“<br />
</strong><br />
Nicht:<br />
Was ist kaputt?</p>
<p>Sondern:<br />
Was trägt mich noch ein Stück?<br />
• Ein Mensch, der zuhört<br />
• Eine Gewohnheit, die guttut<br />
• Ein Gedanke wie: Ich darf langsam sein</p>
<p>Das sind die &#8222;alten Schnürsenkel&#8220;.<br />
Nicht schön.<br />
Aber brauchbar.</p>
<p><strong>Verluste würdigen</strong><br />
Was gegangen ist, war wichtig.<br />
Sonst würde es nicht fehlen.</p>
<p>Ich darf traurig sein.<br />
Ich darf wütend sein.<br />
Ich darf auch lachen –<br />
manchmal aus Versehen.<br />
Humor ist kein Weglachen.<br />
Humor ist ein tiefes Durchatmen mit Worten.</p>
<p><strong>Kleine innere Handreichung</strong><br />
Wenn Sie mögen, probieren Sie das:<br />
• Setzen Sie sich bequem hin<br />
• Denken Sie an Ihre „aufgegangenen Nähte“<br />
• Und fragen Sie sich leise:<br />
„Was in mir weiß trotzdem, wie Gehen geht?“</p>
<p><strong>Antworten kommen selten als Sätze.</strong><br />
Eher als Bilder.<br />
Oder als Gefühl.<br />
Oder als stilles Nicken.<br />
Das reicht.</p>
<p><strong>Am Ende</strong><br />
Die Schuhe lassen sich nicht mehr reparieren,<br />
zumindest nicht so, dass sie wirken, als wären sie neu.</p>
<p>Sie erzählen Geschichte.<br />
Sie zeigen Übergang.</p>
<p>Und solange ich noch gehen kann,<br />
auch langsam,<br />
auch schief,<br />
ist das Leben nicht aus dem Leim gegangen.</p>
<p>Es ist lediglich dabei,<br />
sich neu zusammenzuhalten.</p>
<p>Und das ist –<br />
bei allem Ernst –<br />
ziemlich menschlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn sich Türen wieder öffnen dürfen</title>
		<link>https://supervision-philipps.de/2026/01/31/wenn-sich-tueren-wieder-oeffnen-duerfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 08:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Tiere wissen mehr über das Leben, als wir ihnen zutrauen. Zum Beispiel die Weinbergschnecke. Wenn der Winter kommt, zieht sie sich zurück. Nicht aus Trotz. Nicht aus Bequemlichkeit. Sondern als Schutz. Sie verschließt den Eingang zu ihrem Haus mit einer Mischung aus Kalk und Schleim. Fachleute nennen das Epiphragma. Ich nenne es: eine kluge &#8230; <a href="https://supervision-philipps.de/2026/01/31/wenn-sich-tueren-wieder-oeffnen-duerfen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wenn sich Türen wieder öffnen dürfen</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/Schnecke_Winter-2-e1769845851235.png" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Manche Tiere wissen mehr über das Leben,<br />
als wir ihnen zutrauen.<br />
Zum Beispiel die Weinbergschnecke.</p>
<p>Wenn der Winter kommt, zieht sie sich zurück.<br />
Nicht aus Trotz.<br />
Nicht aus Bequemlichkeit.<br />
Sondern als Schutz.</p>
<p>Sie verschließt den Eingang zu ihrem Haus<br />
mit einer Mischung aus Kalk und Schleim.<br />
Fachleute nennen das Epiphragma.<br />
Ich nenne es: eine kluge Entscheidung.<br />
Denn so überlebt sie eine Zeit, die sonst zu kalt, zu hart, zu viel wäre.</p>
<p>So habe ich mich gefühlt, als mein Sohn<br />
vor zehn Jahren durch Suizid gestorben ist.<br />
Ich habe meine Türen zugemacht.<br />
Nicht für immer – aber gründlich.</p>
<p>Besonders die Musik habe ich verschlossen.<br />
Dabei war sie unser gemeinsamer Raum gewesen.<br />
Tilman am Kontrabass.<br />
Ich an der Gitarre.<br />
Wir haben zusammen komponiert,<br />
gespielt, ausprobiert.<br />
Musik war Verbindung. Nähe. Zuhause.</p>
<p>Nach seinem Tod wollte ich davon nichts mehr wissen.<br />
Nicht, weil ich die Musik nicht liebte,<br />
sondern weil sie mich zu sehr liebte.<br />
Und zu genau wusste, wo es weh tut.</p>
<p>Erst durch die Begegnung mit anderen verwaisten Eltern<br />
und bei VIVAS habe ich langsam verstanden:<br />
Ich bin nicht allein.<br />
Und: Ich bin nicht kaputt.<br />
Ich bin – wie die Schnecke –<br />
gut organisiert für eine Zeit des Überlebens.</p>
<p>Und dann kam David.<br />
Er fragte mich unverhohlen,<br />
ob ich bei einer Veranstaltung Musik machen wolle.</p>
<p>Ich habe spontan abgesagt.<br />
Meine Schneckentür<br />
war noch fest verschlossen.</p>
<p>Trotzdem kam etwas in Bewegung in mir…<br />
– wie das so ist –<br />
habe ich doch ein Lied geschrieben.<br />
Nicht mutig.<br />
Eher vorsichtig.</p>
<p>Ich habe meinen Sohn innerlich mitspielen lassen.<br />
Und plötzlich war da wieder etwas,<br />
das ich fast vergessen hatte:<br />
Vertrauen.<br />
Nicht das große.<br />
Aber ein kleines.<br />
So groß wie ein Schneckenhaus-Eingang im Frühling.</p>
<p>Inzwischen durfte ich mehrfach bei VIVAS-Veranstaltungen,<br />
besonders bei Segnungsfeiern, meine Lieder einbringen.<br />
Und jedes Mal fühlt es sich ein bisschen so an,<br />
als würde ich den Kalkdeckel lösen.<br />
Nicht, weil alles gut ist,<br />
sondern weil Leben wieder durchkommen will.</p>
<p>Ich bin den Menschen bei VIVAS dankbar<br />
und den anderen Trauernden.<br />
Weil sie mich sehen,<br />
weil ich aus der Unsichtbarkeit langsam wieder in die Sichtbarkeit komme.<br />
Und damit auch wieder gehört werde.</p>
<p>Vielleicht ist das einer der leisen Wege zurück ins Leben:<br />
Nicht die Tür aufzureißen.<br />
Sondern sie einen Spalt zu öffnen.<br />
Wie eine Schnecke im Frühling.</p>
<p>Und dann zu merken:<br />
Die Welt ist noch da.<br />
Und ich auch.  (SP)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Sternsinger, die Hypnose und das, was nie stattgefunden hat!</title>
		<link>https://supervision-philipps.de/2026/01/06/3369/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 12:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein hypnosystemischer Blick auf eine jahrtausendealte Vorstellung Heute ziehen sie wieder los. Von Haus zu Haus. Mit schief sitzenden Kronen, kalten Fingern, einem Stern aus Pappe – und mit einer erstaunlichen inneren Gewissheit: Wir bringen etwas. Nicht Pakete. Nicht Rechnungen. Nicht ungefragte Ratschläge. Sondern: Segen Nun könnte man sagen: „Das ist ja nett. Aber historisch &#8230; <a href="https://supervision-philipps.de/2026/01/06/3369/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Die Sternsinger, die Hypnose und das, was nie stattgefunden hat!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3370" src="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_R_0037.heic" alt="" /><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-3375" src="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px-1024x1024.jpg" alt="" width="900" height="900" srcset="https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px-1024x1024.jpg 1024w, https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px-300x300.jpg 300w, https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px-150x150.jpg 150w, https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px-768x768.jpg 768w, https://supervision-philipps.de/wp-content/uploads/2026/01/sternsinger_web_1200px.jpg 1200w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<h2>Ein hypnosystemischer Blick auf eine jahrtausendealte Vorstellung</h2>
<p>Heute ziehen sie wieder los.<br />
Von Haus zu Haus.<br />
Mit schief sitzenden Kronen,<br />
kalten Fingern, einem Stern aus Pappe –<br />
und mit einer erstaunlichen inneren Gewissheit:<br />
Wir bringen etwas.<br />
Nicht Pakete.<br />
Nicht Rechnungen.<br />
Nicht ungefragte Ratschläge.<br />
Sondern: Segen</p>
<p>Nun könnte man sagen:<br />
„Das ist ja nett.<br />
Aber historisch betrachtet eher dünn belegt.“<br />
Denn Hand aufs Herz:<br />
Wir wissen nicht,<br />
ob es die Sternsinger je gegeben hat.<br />
Wir wissen nicht, ob es drei waren.<br />
Oder mehr.<br />
Oder ob sie Könige waren oder nur Leute,<br />
die nachts schlecht schlafen konnten<br />
und deshalb in den Himmel schauten.<br />
Und trotzdem:<br />
Seit Jahrhunderten gehen Menschen los –<br />
wegen einer Geschichte, die vielleicht nie stattgefunden hat.<br />
Und genau hier wird es hypnosystemisch hochinteressant.</p>
<p><strong>Was nie war – und trotzdem wirkt</strong><br />
Aus hypnosystemischer Sicht<br />
ist eine entscheidende Frage <strong>nicht</strong>:<br />
Ist es passiert?<br />
sondern:<br />
Was macht es mit uns?<br />
Milton Erickson hätte vermutlich gesagt:<br />
<strong>„Wenn etwas wirkt, dann ist es real genug.“</strong><br />
Die Sternsinger sind ein Paradebeispiel<br />
für eine wirksame innere Konstruktion.<br />
Ein gemeinsames Bild.<br />
Ein geteiltes Narrativ.<br />
Eine kollektive Imagination.<br />
Oder, etwas nüchterner formuliert:<br />
Ein stabiler innerer Bezugsrahmen, der Orientierung gibt.</p>
<p>„Ob es stimmt, ist zweitrangig.<br />
Hauptsache, es hilft beim Menschsein.“</p>
<p><strong>Der Stern als innerer Fokus!</strong><br />
In der Hypnosystemik arbeiten wir ständig mit „Sternen“.<br />
Wir nennen sie nur anders:<br />
•           Ressourcen<br />
•           innere Bilder<br />
•           hilfreiche Metaphern<br />
•           Zukunftsbilder<br />
•           Möglichkeitsräume</p>
<p><strong>Der Stern der Weisen</strong><br />
ist kein Navigationsgerät aus dem Baumarkt.<br />
Er ist ein Fokuspunkt.<br />
Und jeder, der schon einmal<br />
einen Klienten gefragt hat<br />
„Woran würden Sie merken,<br />
dass es ein kleines Stück besser ist?“<br />
weiß:<br />
Ein Bild reicht.<br />
Ein Lichtpunkt.<br />
Eine Ahnung.<br />
Die Sternsinger gehen nicht,<br />
weil sie wissen, wo sie ankommen.<br />
Sie gehen, weil sie sich vorstellen können,<br />
dass es <strong>einen Sinn gibt</strong>, loszugehen.<br />
Und genau das ist hypnosystemisch betrachtet hochprofessionell.</p>
<p><strong>Das Haus als System</strong><br />
Wenn Sternsinger an einer Tür klingeln,<br />
betreten sie ein System.<br />
Manchmal freundlich.<br />
Oder skeptisch.<br />
Oder mit dem Satz:<br />
„Wir haben gerade keine Zeit.“<br />
Sie kommen trotzdem.<br />
Nicht invasiv.<br />
Nicht missionierend.<br />
Sie hinterlassen etwas –<br />
ein Zeichen, eine Spur, ein Ritual.<br />
Hypnosystemisch würden wir sagen:<br />
Sie setzen einen minimalen,<br />
respektvollen Impuls,<br />
der das System nicht überfordert,<br />
aber etwas Neues anbietet.<br />
Ein Kreidestrich.<br />
Ein Segenswort.<br />
Ein Lächeln.</p>
<p>„Sie gehen wieder, bevor man sie bitten kann, den Müll runterzubringen.“</p>
<p>Warum das alles einen Nutzen hat<br />
Der Nutzen liegt nicht im Beweis.<br />
Nicht in der historischen Genauigkeit.<br />
Nicht in der Frage, ob das wirklich so war.<br />
Der Nutzen liegt darin, dass Menschen<br />
seit Jahrhunderten lernen:</p>
<p>Ich kann mich auf den Weg machen,<br />
ohne alles zu wissen..</p>
<p>Ich kann einer Ahnung folgen..</p>
<p>Ich kann Licht weitergeben,<br />
auch wenn ich selbst friere..</p>
<p>Ich kann glauben,<br />
dass ein kleines Zeichen Wirkung hat..</p>
<p><strong>Oder hypnosystemisch formuliert:</strong><br />
Solche Geschichten stabilisieren<br />
hilfreiche innere Zustände,<br />
sie fördern Kohärenz, Sinn, Zugehörigkeit<br />
und eröffnen Möglichkeitsräume –<br />
individuell wie gesellschaftlich.</p>
<p><strong>Zum Schluss (fast ernst)</strong><br />
Möglicherweise sind die Sternsinger<br />
gar keine Erinnerung an die Vergangenheit.<br />
Sondern eine Einladung an die Gegenwart..<br />
Loszugehen.<br />
Mit einem Bild im Kopf.<br />
Mit einem Stern,<br />
der nicht beweisen muss, dass er echt ist.<br />
Frei nach Hanns Dieter Hüsch:<br />
„Wenn wir schon nicht wissen,<br />
wo wir herkommen –<br />
dann sollten wir wenigstens wissen,<br />
wofür wir losgehen.“<br />
Und genau das tun sie heute wieder.<br />
Von Haus zu Haus.<br />
Mit einem Stern, der vielleicht nie da war –<br />
und doch seit Jahrhunderten leuchtet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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